Pflanzen für das Moorbeet

Beiträge:

Ein Moor ist ein extremer Lebensraum in dem nur entsprechend stark spezialisierte Pflanzen leben können.

Moorbeet
Moorbeet

Die Beschaffung der Pflanzen ist etwas aufwendig, da es hierfür nicht allzu viele Gärtnereien und Gartenversandbetriebe gibt. Da muss man etwas recherchieren, aber es gibt einige gute spezialisierte Gärtnereien  und Versender.

Welche Pflanzenarten kommen in Frage?

Die Venusfliegenfalle Dionaea muscipula ist bei uns nicht winterhart, aber für eine Saison gibt es immer preiswerte Pflanzen im Baumarkt.

Das Brunnenlebermoos Marchantia polymorpha mag die Moorbeetgefilde auch und kam ganz von alleine. In der Nähe von kleinen Pflanzen muss man auf es aufpassen, damit es sie nicht überwächst.

Die Lücken zwischen den Pflanzen habe ich mit Torfmoosen Sphagnum sp. bepflanzt. Die wachsen zwar zum Teil schnell und kräftig, aber bleiben trotzdem harmlos. In der Nähe eines kleinen Sonnentaus kann man es einfach rauszupfen.

Wie schon erwähnt wüten die Amseln gerne im Torfmoosbestand, aber wenn der Boden offen ist, richten sie ebenfalls Schaden an. Von daher ist die Entscheidung pro oder contra Torfmoos egal. Mit dem Sphagnum sieht es einfach natürlicher aus. Dazu schützt es die Moorbeetfläche vor starker Sonneneinstrahlung und Wind – und damit Austrocknung. Falls es dem Moos zu trocken wird, verfärbt es sich gelblich bis weiß. Aber keine Angst: Nach dem nächsten Schub Wasser saugt es sich wieder voll und ergrünt. Letztlich sind es diese harmlosen Torfmoose, welche ein Moor wachsen lassen. Die unteren Pflanzenteile werden Teil der darunterliegenden Torfschicht und oben wächst es frisch nach. Natürliche Moore wachsen auf diese Art ca. einen Millimeter pro Jahr nach oben.

Wollgras Eriophorum sp. und Binsen passen vielleicht thematisch gut dazu, sind aber für meinen Geschmack zu starkwüchsig. Da sie auch Ausläufer bilden kriegt man sie nur schwer wieder los.