Leuchtendes Laub – Es ist Herbst

Der Sommer ist zu Ende und die Tage sind schon merklich kürzer und kühler geworden. Die ersten Weihnachtsartikel liegen schon lange in den Supermarktregalen, doch bevor der Winter kommt, zeigt sich die Natur nochmal von ihrer farbenfrohen Seite.

Leuchtendes Laub..

Die Bäume im Wald, in den Parks und Gärten färben sich in allen erdenklichen Gelb-, Orange- und Rottönen. Nutzen wir die Zeit zum Wandern und Spazierengehen bevor die bunte Pracht zu Boden fällt!

Doch warum werfen die Bäume ihre Blätter ab?

Über die Blätter verdunsten Bäume große Mengen Wasser. Im Winter, wenn der Boden und das darin enthaltene Wasser gefroren ist, können die Pflanzen aber keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen und müssten austrocknen. Deswegen sollen immergrüne Gartengehölze, wie Rhododendren oder Lebensbäume, insbesondere frisch Gepflanztes selbst im Winter bei ungünstigen Bedingungen gegossen werden.

Als sehr wirksame Methode zum Stoppen des Wasserverlustes hat sich im Laufe der Evolution das Abwerfen der Blätter erwiesen. Als nützlichen Nebeneffekt müssen die blattlosen Gehölze im Winter weniger Schneelast tragen.

Und wie entsteht die Verfärbung?

Im Sommer erhalten die Blätter ihre grüne Farbe durch das Chlorophyll, welches für die Photosynthese erforderlich ist. Im Herbst werden Nährstoffe und der grüne Farbstoff in Vorbereitung auf das nächste Frühjahr zurück in Äste, Stamm und Wurzeln verlagert. Nun zeigen sich auch andere Farbstoffe, welche vorher schon vorhanden waren, aber bisher durch das Chlorophyll überlagert wurden und der Goldene Herbst ist da.

In Nordamerika spricht man dagegen von Indian Summer, dazu siehe diese Links:

 Forstbotanischer Garten Tharandt – Nordamerika

 Herbstlicher Spaziergang durch den Nordamerika-Teil des Forstbotanischen Gartens in Tharandt

.. und bunte Nadeln

Stimmt, es gibt ja auch ein paar wenige sommergrüne Nadelbaumarten. So u.a.

  • den Urweltmammutbaum Metasequoia glyptostroboides,
  • die Echte Sumpfzypresse Taxodium distichum und
  • die Europäische Lärche Larix decidua.

Der Urweltmammutbaum wurde erst 1941 im Südwesten Chinas entdeckt, bis dahin war er nur als Fossil bekannt. Sein natürliches Verbreitungsgebiet ist sehr beschränkt, allerdings wird er in Europa oft als Parkgehölz gepflanzt.

Die Sumpfzypresse verträgt, wie der Name vermuten lässt, feuchte Böden und wird in Europa häufig als Park- oder Gartenbaum u.a. an Ufern gepflanzt. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die südliche USA und Mexiko. Mit dem Urweltmammatbaum ist sie innerhalb der Familie der Zypressengewächse Cupressaceae entfernt verwandt.

Die Europäische Lärche ist der einzige heimische Nadelbaum, der seine Nadeln im Herbst abwirft. Das machen alle Lärchenarten Larix sp., so auch die Japanische Lärche, welche bei uns als Forstbaum Verwendung findet.

Die Nadeln der immergrünen Nadelbäume haben übrigens auch nicht das ewige Leben. Diese Nadeln fallen – immer mal eine – nach fünf bis zehn Jahren unabhängig von der Jahreszeit ab.

Herbstnebel

Herbstimpressionen aus dem Elbsandsteingebirge

Unglaublich, wie schön ein eher nasser und verregneter Kurzurlaub Mitte Oktober in der Sächsischen Schweiz sein kann. Unter der Woche traf man kaum eine Menschenseele und hatte zumindest die Hintere Sächsische Schweiz fast für sich allein.

Leuchtendes Laub – Es ist Herbst
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