Feuer-Lilie

Wissenschaftlicher Name: Lilium bulbiferum

Familie: Liliengewächse Liliaceae

Aufrecht wachsende Pflanze, 40 bis 80 cm hoch, Stängel unverzweigt. Blätter schmal-lanzettlich, wechselständig. Die Blüten sind leuchtend orange, ein bis fünf Blüten pro Blütenstand. Die Blütezeit ist von Juni bis Juli.

Eine Besonderheit sind die Brutzwiebeln in den Blattachseln.

Die Feuer-Lilie wächst im Osterzgebirge auf Bergwiesen, Waldrändern und Steinrücken.

Eine Steinrücke ist die „erzgebirgische Form“ des Lesesteinhaufens. Sie bestehen aus den Steinen, welche die Bauern über Jahrhunderte von ihren Feldern gelesen haben und an deren Rändern aufgeschichtet haben. Damit waren die Steine erstmal vom Feld und der eigene Besitz wurde durch die Lesesteinwälle zusätzlich noch abgegrenzt und gekennzeichnet. Der auf diese Art neu entstandene spezielle Lebensraum bot der Feuer-Lilie eine neue Heimat. Die Art galt in früheren Zeiten als Ackerunkraut. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft hatte sie auf den Nutzflächen aber irgendwann keine Überlebenschance mehr. Heutzutage dagegen ist man hellauf begeistert die Pflanze überhaupt noch in der freien Natur zu finden.

Die Vorkommen im Erzgebirge liegen an der Nordgrenze der europäischen Verbreitung. Ein zweites sächsisches Vorkommen gibt es im Fichtelberggebiet.

Verwendung als Gartenpflanze

Aufgrund ihrer auffälligen Blüten ist die Feuer-Lilie auch als Gartenpflanze beliebt. Die Vermehrung ist über die Brutzwiebeln einfach möglich. Eventuell macht sich aber das Lilienhähnchen an der Pflanze zu schaffen.

zurück zur Übersichtsseite Blütenpflanzen