Leberblümchen

Wissenschaftlicher Name: Hepatica nobilis

Familie: Hahnenfußgewächse Ranunculaceae

Mit seinen strahlendblauen Blüten ist das Leberblümchen einer meiner liebsten Frühlingsboten. Leider ist es im Erzgebirge praktisch nicht vorhanden, da es basischen Untergrund benötigt. Schade! Im Erzgebirgsvorland gibt es allerdings einige Fundorte, oftmals relativ leicht in der Nähe ehemaliger Kalkgruben zu finden.

Beschreibung

Das Leberblümchen ist eine mehrjährige Pflanze, wächst etwa 10 bis 15 Zentimeter hoch und hat dreilappige Blätter, welche zum Teil den Winter überdauern oder aber erst nach der Blüte erscheinen.

Die Blütezeit ist von März bis April. Die Pflanzen bieten keinen Nektar an, sind aber ein früher Pollenlieferant für Bienen und Schwebfliegen.

Die blauen bis violetten Blüten schließen sich bei schlechtem Wetter, bzw. am Abend. Die Blütenblätter werden auf der Unterseite von drei  grünen Hochblättern geschützt.

Das Leberblümchen ist eigentlich nicht mit anderen Blumen zu verwechseln, durch seine charakteristische Blattform ist es selbst nichtblühend leicht zu erkennen.

Die Blume ist Europa, Ostasien und Nordamerika in unterschiedlichen geografischen Rassen/ Varietäten zu Hause. Ihr Lebensraum sind Laubwälder und Gebüsche mit kalk- und humusreichem Boden.

Entsprechend der Signaturenlehre wurde es früher bei Nieren- und Gallenleiden eingesetzt. Die Blattform soll an eine Leber erinnern und deswegen dachte man im Mittelalter, dass die Pflanze bei entsprechenden Leiden hilft. Tja, so kann man sich irren.

Die Pflanze ist im frischen Zustand schwach giftig, verliert aber im getrockneten Zustand ihre Giftwirkung.

Verwendung als Gartenpflanze

Das Leberblümchen ist als Gartenpflanze für schattige Bereiche, z.B. unter Laubgebüschen geeignet. So können sie im Frühjahr das Lichtangebot unter den noch kahlen Büschen nutzen, bevor sie dann über den Sommer ein schattiges Plätzchen haben. Fast so, als wenn die an ihrem natürlichen Standort in einem alten Buchenwald wären.

Es benötigt lockeren humosen Boden und verträgt keine Staunässe.

Das Ausgraben der Pflanzen am Naturstandort ist einer der Gefährdungsfaktoren für die Blume. Aber Gärtnereien bieten die Pflanze im „Original“, als auch verschiedene Zuchtformen an.

Das Leberblümchen steht unter Naturschutz und war Blume des Jahres 2013.

Leberblümchen Hepatica nobilis var. ‚glabrata‘

Weißblühende Varietät ‚glabrata‘ mit relativ hellgrünen Blättern und weißen Kronblättern. Diese Varietät wächst etwas kleiner als das heimische Leberblümchen.

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