Adlerfarn

Wissenschaftlicher Name: Pteridium aquilinum

Familie: Adlerfarngewächse Dennstaedtiaceae

In der Familie der Adlerfarngewächse gibt es rund 170 Arten.

Verbreitung

Der Adlerfarn ist weltweit außer in den Polarregionen und Wüsten verbreitet. Er ist der einzige europäische Vertreter der Adlerfarngewächse. In Deutschland ist er überall häufig anzutreffen.

Er wächst in lichten Laub- und Nadelwäldern, an Waldrändern, auf Kahlschlägen und geht aber auch auf vernachlässigte Wiesen und Weiden.

Merkmale

Der Adlerfarn ist mit einer Höhe von bis zu 2 Metern der größte heimische Farn. Die Wedel stehen einzeln, sind lang gestielt und hängen leicht über.

Er wächst bevorzugt auf sauren nährstoffarmen Böden.

Der Farn hat einen langen, weitkriechenden und verzweigten Wurzelstock, welcher sehr alt werden kann.

Die Pflanzen auf dem dritten Foto sind zwar erst am Austreiben, aber man kann schon erkennen, dass der Adlerfarn dichte Bestände bilden kann. Das ist bei der Forstwirtschaft unbeliebt, da der Farn zum Teil mit seinen hohen Wedeln den Boden abdunkeln kann. Eine Naturverjüngung des Waldes wird dadurch sehr erschwert und andere – schwächere und wertvolle – Arten können verdrängt werden. Durch sein verzweigtes kräftiges Rhizom ist er nur schwer zu bekämpfen, da er sich auch gut vegetativ vermehren kann.

Der Farn ist in allen Pflanzenteilen giftig und dadurch gefährlich für Weidetiere. Selbst im getrockneten Zustand bleibt die Giftwirkung erhalten. Zusätzlich hat der Farn noch krebserzeugende Wirkung. In einigen Weltregionen werden die noch jungen Triebe trotz alledem als Gemüse gegessen. Speziell in Japan und Neuseeland ist man diesbezüglich risikofreudig.

Aufgrund der Giftigkeit (wenn häufig kleine Kinder zu Gast sind) und seiner Ausbreitungsfreude ist der Adlerfarn für Gärten eher ungeeignet.

Schade, denn die Farnwedel zeigen im Herbst eine schöne Gelb- und später Braunfärbung. Die Sporenreife ist von August bis Oktober. Die Sporen werden vom Wind verbreitet.

Im Querschnitt des Blattstieles soll ein Doppeladler zu erkennen sein, woraus der Name abgeleitet wurde. Einer weiteren Erklärung nach erkennt man in den eingerollten Wedeln die Krallen eines Adlers.

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