Echte Mondraute

Echte Mondraute

oder Mond-Rautenfarn

Wissenschaftlicher Name: Botrychium lunaria

Familie: Natternzungengewächse Ophioglossaceae

Die Echte Mondraute besteht nur aus einem gefiederten Blatt – dem unfruchtbaren Teil – und einem rispenähnlichen Pflanzenteil. Man ist fast geneigt die Fiederäste für einen Blütenstand zu halten. Aber nein, wir haben ja einen Farn vor uns: Es sind die Sporangien, in denen sich die Sporen entwickeln.

Das „Mond“ im Namen bezieht sich auf die sichelförmigen Blattfiedern. Früher erzählte man, die Blätter würden bei Mondschein leuchten. Das würde man dieser schon etwas außerirdisch anmutenden Pflanze fast zutrauen. Einer anderen Erklärung nach unterstellte man der Pflanze, dass die Fiederblätter sich entsprechend der Mondphase verändern würden.

Die meist nur 5 bis 15 Zentimeter große Pflanze ist schwer zu entdecken. Angeblich soll sie bis 30cm groß werden, doch solche großen Exemplare haben wir bisher noch nicht gefunden. Dazu ist sie in Deutschland auch sehr selten, obwohl sie prinzipiell vom Flachland bis in die Gebirge verbreitet ist.

Die Sporenreife ist in den Monaten Mai bis Juli.

Standorte der Echten Mondraute

Die Rautenfarne bevorzugen nährstoffarme Böden wie Magerrasen, Bergwiesen und magere Weiden. Es sind Lichtpflanzen, welche keine Beschattung durch Bäume, Sträucher oder Hochstauden vertragen.

In der Oranienbaumer Heide haben wir den Mond-Rautenfarn schon an mehreren Stellen am Wegesrand finden können. Sie ist ein ehemaliges Militärgelände, welches durch Beweidung offen gehalten wird.

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