Gewöhnlicher Tüpfelfarn

Wissenschaftlicher Name: Polypodium vulgare

Familie: Tüpfelfarngewächse Polypodiaceae

Der wintergrüne Farn trägt 20 bis 50 Zentimeter lange Wedel und bildet häufig dichte Bestände.

Die runden namensgebenden Sporangienhäufchen auf den Blattunterseiten sehen aus wie kleine Tüpfel und scheinen oft bis auf die Blattoberseite durch. Die Sporen entwickeln sich zwischen Juli und September.

Der Tüpfelfarn bevorzugt eher mäßig trockene und steinige Böden und meidet dabei Kalk. Er wächst gern in Mauern und an Felsen und in lichten Laubwäldern.

Bei hoher Luftfeuchte kann er als Epiphyt auf bemoosten Ästen alter Laubbäume gedeihen. Epiphyten sind Pflanzen, welche auf anderen Pflanzen aufsitzend wachsen. Epiphytische Gefäßpflanzen kommen ansonsten fast nur in den Subtropen und Tropen vor.

Der Farn ist in Europa weit verbreitet und nicht geschützt.

Der zweite deutsche Name Engelsüß resultiert aus dem süßlichen Geschmack des Wurzelstocks. Die Pflanze wurde früher in der Volksmedizin u.a. gegen Husten verwendet (Hustentee). Wegen den in der Pflanze enthaltenen Bitterstoffen wurde der Tüpfelfarn auch bei Magen-Darm-Beschwerden verwendet.

Scan eines Farnwedels

Auf dem Scan der Vorderseite sieht man gut wie die Sori durch den Wedel „hindurchdrücken“. Der Wedel wurde im August gesammelt, die Sporen sind noch nicht fertig entwickelt. Die Blätter sind zweizeilig wechselständig gefiedert.

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