Blauflügelige Ödlandschrecke

Wissenschaftlicher Name: Oedipoda caerulescens

Familie: Feldheuschrecken Acrididae

Beschreibung

Die Blauflügelige Ödlandschrecke wird 15 bis 28mm lang. Die weiblichen Exemplare werden dabei deutlich größer als die Männchen, siehe Fotos mit der Paarung.

Die Imagines der Art können von Juni bis Oktober beobachtet werden.

Die Grundfärbung der Schrecken ist meistens grau. Allerdings ist die Art sehr variabel im Aussehen und es treten auch braune und rotbraune Färbungen auf und die Grau-Palette reicht von fast weißen bis schwarzen Exemplaren. Dabei ist die Ödlandschrecke in der Lage sich mit den verschiedenen Larvenhäutungen farblich an ihre Umgebung anzupassen. So sind die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung nur schwer zu erkennen.

Warum aber heißt das Tier „blauflügelig“, wo es doch so grau und unscheinbar ist? Die Hinterflügel sind hellblau gefärbt und tragen eine dunkle Querbinde. Diese hübschen Hinterflügel werden aber leider nur beim Auffliegen der Schrecke sichtbar.

Die Schrecken haben zwar kräftige Sprungbeine, bewegen sich aber meistens auf dem Boden gehend fort.

Verbreitung

Die Art bevorzugt wärmebegünstigte trockene vegetationsarme oder -freie Flächen. In Trockenrasen und Heiden, auf Ruderalflächen oder in Sand- und Kiesgruben ist sie weit verbreitet. Durch den Verlust ihrer Lebensräume ist sie aber gefährdet. Sie steht deswegen in Deutschland unter Naturschutz (Rote Liste Kategorie 3: Gefährdet).

Die Blauflügelige Ödlandschrecke ist in Europa mit Ausnahme Nordeuropas (nur ein Inselvorkommen in Südskandinavien) und der Britischen Inseln heimisch. Ihr Verbreitungsgebiet reicht im Osten bis weit nach Asien.

Die Rotflügelige Ödlandschrecke Oedipoda germanica ist ein naher Verwandter, aber deutlich seltener. Wie der Name schon verrät, sind die Hinterflügel hier rot gefärbt.

Die Fotos wurden im Steinbruch Mönchberg bei Jena und auf der Halde der Reichen Zeche in Freiberg aufgenommen.

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