Rotfuchs

Wissenschaftlicher Name: Vulpes vulpes

Familie: Hundeartige Canidae

Der Fuchs ist auf der gesamten nördlichen Halbkugel in verschiedenen Variationen verbreitet (in Europa außer Island). In Australien wurde er Mitte des 19. Jahrhunderts eingebürgert.

Nach der weitflächigen Ausrottung von Wolf, Bär und Luchs ist der Fuchs unser größtes verbliebenes Raubtier. Der Fuchs gilt als überaus listiges Tier, da er mit seinen feinen Sinnen ständig die Umgebung kontrolliert und sich Feinden beizeiten durch Flucht entzieht.

Der Rotfuchs lebt in beinahe allen Lebensräumen wie Wäldern, Grasfluren und unseren Kulturlandschaften. Er kommt in den letzten Jahren auch immer häufiger in die Wohngebiete und Parks des Menschen. Kein Wunder, ist er hier doch sicher vor den Nachstellungen durch Jäger und an Komposthaufen, Abfallkübeln oder den Futternäpfen von Katze oder Haushund kann er sich auf einfache Art lecker beköstigen. Die Siedlungen wachsen und wuchern immer mehr in die verbliebene Restnatur unseres Landes und so treffen sich selbstverständlich auch die Lebensräume von Menschen und Füchsen. Es ist wohl nur eine Frage der Toleranz, ob man sich durch die Anwesenheit des Rotpelzes belästigt fühlt.

Der Rotfuchs wird 50 bis 90 cm lang, der buschige Schwanz – oft mit weißer Spitze – misst 30 bis 50 cm. Sein Fell ist meist rostrot, der Bauch grau bis weiß und die Füße schwarz gefärbt. Das dichte weiche Fell des Rotfuchses findet als Pelzwerk Verwendung. Meister Reinecke bringt 6 bis 10 kg auf die Waage. Die männlichen Tiere werden Rüden, die weiblichen Fähen genannt.

Füchse sind meist dämmerungs- und nachtaktive Tiere, in Gegenden in denen er nicht verfolgt wird, ist er auch tagsüber zu beobachten. Sie bewohnen selbstgegrabene oder von anderen Tieren verlassene Erdbaue (Dachs, ausgebaute Kaninchenhöhlen). Die Baue werden auch zur Jungenaufzucht genutzt.

Die Paarungszeit ist im Januar bis Februar. Nach einer Tragzeit von 50 bis 52 Tagen werden 3 bis 8 anfangs blinde Jungen geboren. Sie werden vom Muttertier 7 bis 9 Wochen gesäugt. Mit zehn Monaten ist der Nachwuchs geschlechtsreif.

Der Fuchs ist ein Allesfresser. Auf dem Speiseplan des wendigen Einzeljägers stehen Kleinsäuger, Vögel, Insekten, Regenwürmer, Obst und Aas. Die Hauptbeute des Fuchses sind Mäuse. In ländlichen Gegenden kann auch mal ein Huhn auf dem Speiseplan stehen. Durch die nächtliche Unterbringung des Geflügels in sicheren Ställen und tagsüber auf gesicherten Freiflächen können diese Verluste vermieden werden.

Vielleicht hilft ja auch diese Variante aus dem Botanischen Garten in Chemnitz (Der Botanische Garten in Chemnitz beherbergt auch einige Tiere).

Für Füchse verboten!
Für Füchse verboten!

Ihre Reviere stecken die Füchse mit Duftmarken ab. Als natürliche Feinde können ihm und seiner noch jungen Nachkommenschaft Wolf, Luchs, Adler und Uhu gefährlich werden. Bei uns in Deutschland sind Jäger und Straßenverkehr seine härtesten Feinde. Rotfüchse können in Gefangenschaft über zehn Jahre alt werden.

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